13 Tage Roadtrip von Sydney bis Rainbow Beach

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Ich verbrachte noch eine Nacht im Summer House Backpackers in Sydney, wo ich einen lustigen Abend mit der Gruppe Britten verbrachte, die ich im Ady’s Place Backpackers kennengelernt hatte. Früh am nächsten Morgen trafe ich mich mit Lena und Jo die ich auch über Facebook kennengelernt hatte. Das junge deutsche Pärchen hatte sich einen Pajero gekauft und noch einen Platz im Auto für mich frei. Und schon gings los auf den nächsten Roadtrip. Zu allererst in die Blue Mountains. Wir hatten uns für den Grand Canyon Walk entschieden. Statt den ausgeschilderten 4h brauchten wir nur 2h. Ich war etwas enttäuscht von den Blue Mountains. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch. Ich überlegte mir, dass ich ab jetzt alle Dinge so sehen wollte, als hätte ich noch nichts in der weiten Welt gesehen. Wenn man anfängt alles mit Orten zu vergleichen, an denen man schon war, kann man nur enttäuscht werden.
Die Nacht verbrachten wir auf dem kostenlosen Murphys Glen Campground.

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Jetzt ging es zurück an die Küste. Wir hielten am Avoca Beach und schauten bei einem Peelikanfeeding zu bevor wir auf dem kostenlosen Bangalow Campground campten. Ein paar zutrauliche Wallabies waren hier zuhause. Außerdem hab ich hier zum ersten mal ein Opossum gesehen. Wir machten ein Lagerfeuer und schnell gesellten sich einige andere deutsche Camper dazu. Den Jungs Lukas und Nieli waren wir in den Blue Mountains schon begegnet. Da wir die gleiche Route fahren wollten, würden wir ab jetzt die meiste Zeit gemeinsam planen und reisen. Schnell hatten wir eine Routine drin. Morgens gabs als aller erstes Frühstück. Entweder Toastbrot mit Marmelade oder Müsli. Dann wurde kurz mit Regenwasser aus einem Kanister abgewaschen bevor die Luftmatratzen, Schlafsäcke und das Zelt wieder eingepackt wurden und im Auto verstaut. Kühlschrank auf 2Grad stellen und los gings. Lena und ich verglichen unsere Listen und Karten und suchten schöne Plätze auf der Route raus und wenn möglich kostenlose Campingplätze. Wenn wir was brauchten wurde bei Woolworth angehalten und möglichst günstig eingekauft oder kurz getankt (Manchmal auch noch in die zwei Kanister auf dem Dach). Gegen 16 nis 17 Uhr fuhren wir auf den Campingplatz. Lena und ich bauten das Zelt auf und pumten die Luftmatratzen auf, während Jo kochte. Schien die Sonne dann wurde das Solarpanel aufgebaut, um den Kühlschrank weiter zu betreiben und unsere Geräte aufzuladen. Nach dem Essen wurde abgewaschen, mit anderen Campern geschnackt, geplant oder es ging früh ins Bett.

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In Newcastle besuchte ich meinen Halbbruder, bevor wir zu einem der coolste Campingplätze fuhren: Samurai Beach Camp Ground ist direkt auf dem Strand und nur mit einem Allrad zu erreichen. Leider war es sehr windig aber ein Lagerfeuer bekamen wir trotzdem an, um unsere Marshmallows drüber zu halten. Überall nördlich von Newcastle muss man aufpassen beim schwimmen wegen Haien.

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Heute war ein schöner Tag. Unser Zelt ließen wir stehen und fuhren zum Tomaree Mountain. Der anstrengende Weg bis zum Lookout lohnte sich allemal. Danach liehen wir uns zu fünft in Nelson Bay für zwei Stunden ein Motorboot. Das Fahren machte wirklich viel Spaß und vom Boot sprangen wir ins Wasser, hielten an einem Strand und hatten viel Spaß. Später liefen wir noch zum Fingal Spit. War ganz schön aber sehr windig.

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Die letzte Nacht war die schlimmste während des ganzen Trips. Es schüttete die ganze Nacht und den nächsten halben Tag. Der Wind riss an dem Zelt und wehte Wasser und Sand ins Zelt. Auf der Seite von Jo und Lena war das Zelt kaputt und alles stand unter Wasser und klebte von dem ganzen Sand. Den Nachmittag verbrachten wir damit in den Regenpausen alles abzubauen und den Strand so schnell wie möglich zu verlassen. Auf dem nächsten Campingplatz Johns River Rest Stop angekommen nutzen wir die letzten Sonnenstunden um alles zu säubern und zu trocknen.

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Auf das Koala Hospital in Port Macquarie hatte ich mich schon gefreut. Ohne Eintritt zu bezahlen konnte man hier Koalas sehen die verletzt oder krank waren und hier behandelt wurden. Da ich noch keinen Koala gesehen hatte, war das hier die beste Möglichkeit. Nach einem Zwischenstopp bei dem Nambucca Heads Lookout (Sieht ein bischen aus wie Whitesundays Hill Inlet Lookout) und einem weiteren an der Big Banana in Coffs Harbour campten wir kurz vor Byron Bay beim New Italy Rest Stop. Schon mal von den BIG Things in Australia gehört? Hatte ich auch nicht. Ist aber eine ganz coole Sache. Frag mal das Internet…

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Wir fuhren direkt zum Campingplatz in Byron Bay um dort die Jungs wieder zu treffen. Da es hier leider nur sehr weit außerhalb einen kostenlosen Campingplatz gab, entschieden wir uns für den nicht so teuren Discovery Parks – Byron Bay Campingplatz 2km außerhalb vom Stadtzentrum.
Byron Bay ist ein kleines aber sehr lebhaftes Surferdorf. Hier verbrachten wir zwei Tage. Leider regnete es die meiste Zeit und von den Mückenschwärmen auf dem Campingplatz will ich garnicht erst anfangen. Ansonsten ist es aber wirklich schön hier. Weil Byron Bay so beliebt ist, kostet hier auch alles etwas mehr. Also am besten vorher schon einkaufen.

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Wir waren alle nicht so toll drauf und freuten uns darauf morgen den Campingplatz zu verlassen. Die Mücken und der Regen machten uns zu schaffen. Vor allem die Mücken. Abends zogen wir trotzdem noch los in die Stadt, gingen in eine Bar und gesellten uns zu der Menge junger Leute die am Strand saßen.

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Wir waren alle erleichtert endlich weiter zu fahren. Obwohl regen angesagt war (wie ziemlich überall in der Umgebung), fuhren wir in den Springbrook Nationalpark. Wir waren bereits bei der Natural Bridge gewesen, hatten den Purling Brook Falls Walk und den halben Twin Falls Walk gemacht (Beide Walks je 4km) als es ganz furchtbar anfing zu regnen. Und da war der Moment in dem ich sowohl meine Regenjacke als auch meine tollen Wanderschuhe dringend brauchte. Die Regenjacke hatte ich bei Michi im Auto liegen lassen und die Wanderschuhe im Hostel vergessen. Aber mit schlechter Laune bekam ich keins von beidem wieder. Stattdessen zog ich meinen Pullover und meine Schuhe aus und stellte mich schon komplett durchweicht mitten in den Regen und grinste. Der Regen war nun mal da und nass war ich auch schon. Dann konnte ich wenigstens das beste daraus machen und im Regen tanzen. The Settlement Camping Area kostete leider auch ein bischen was, einen anderen Campingplatz gab es hier allerdings nicht. Mittlerweile hatten wir unseren Trip soweit geplant, das wir die Campingplätze und die Vehivle Access Permit für Fraser Island buchten. Am Montag früh (In 4 Tagen) sollte es los gehen.

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Heute stand Gold Coast auf dem Plan. Meiner Meinung nach ist die Stadt nicht schön, Surfers Paradies eben so wenig und ich hatte nichts dagegen, dass wir relativ bald wieder raus aus der Stadt fuhren. Kurz vor dem Campingplatz hielten wir beim Yatala Pie Shop an und teilten uns eine große herzhafte Pie und eine kleine Pie mit Beeren. Die Pies waren himmlisch und wir wurden zu dritt für weniger als 20$ satt. Fahrt da auf jeden Fall hin, wenn ihr mal hier seid. Übernachten taten wir auf dem Karingal Scout Campsite kurz vor Brisbane. Hier mussten wir leider auch jeder ein paar Dollar bezahlen.

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Vielen sagen Brisbane wäre nicht schön. Ich fand Brisbane toll. Eine schöne Stadt durch den ein großer Fluss fließt. Es gibt eine Art öffentliche Bade-/Strandanlage mitten in der Stadt und eine kostenlose Fähre. Zufällig fuhren wir während des Sonnenuntergangs mit der Fähre zurück zum Auto. Die Jungs hatten sich hier E-Cityroller gemietet und wir durften auch alle einmal fahren. Bis zu 25km/h fahren die und das macht echt Spaß. Kurz hinter Brisbane konnten wir bei The Bay Rest Area kostenlos campen.

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Noosa ist sehr beliebt und wir verstanden auch gleich wieso. Kleines Städtchen mit tollen Wellen zum surfen und einem Nationalpark direkt nebenan. Wir verbrachten hier unsere zwei letzten Tage vor Fraser. Den ersten Tag verbrachten wir damit den Nationalpark über den Coastal Walk zu erkunden. Vorbei an vielen Stränden mit Surfern, Lookouts und durch den Regenwald. Es war schön und eine längere Strecke als die meisten von uns erwartet hatten. Kein wunder also, dass die Stimmung zum Ende etwas gedrückt wurde. Obwohl hier mit der beste Platz sein soll um Koalas und Delfine zu sehen, sahen wir keins von beidem. Zum campen fuhren wir etwas außerhalb zum kostenlosen Belli Creek Park Campground.

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Morgens packten wir erstmal das Auto um, damit auch das ganze Essen für Fraser Island reinpassen würde und vor Allem, damit nicht alles durchs Auto flog wenn wir über den Sand düsten. Danach ging es zurück nach Noosa wo wir uns am Strand sonnten und den Surfern zuschauten, bevor wir selber loszogen und uns zwei Surfboards liehen. Die Wellen waren perfekt für Anfänger wie uns, aber die Strömung war furchtbar und brachte einen immer viel zu schnell zurück zum Strand. Da wir überhaupt kein Zeitgefühl mehr hatten, wurde uns viel zu spät bewusst, dass heute Sonntag war. Mit Lena und Lukas lief ich noch kurz zum Laguna Lookout während die Anderen die Boards wegbrachten. Wir schafften es gerade noch für Fraser einzukaufen, bevor alle Supermärkte schlossen. Die Duschen auf die wir uns so gefreut hatten, wurden leider zeitgleich geschlossen. Kurzerhand beschlossen wir einfach auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt zu kochen bevor wir später an einer Raststelle duschen gingen. Etwas kaputt von dem langen Tag fuhren wir zum kostenlosen Ross Creek Campground vor Rainbow Beach.

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